Warum behandeln wir im Shiatsu die Hände?
Unsere Hände sind nicht nur tätige Instrumente, die anpacken und zugreifen, sondern sie sind auch jene Stellen, mit denen wir geben und empfangen. Sie gehören zum Herzbereich unseres Körpers. Jemandem seine Hand zu reichen und dabei in die Augen zu schauen, kann sehr nahe gehen. Im Bereich der Fingerspitzen sind die Hände in der Lage, sehr fein zu differenzieren, da dort starke Nervenverknüpfungen mit dem denkenden Gehirn bestehen. In der Mitte unserer Hand befindet sich der Punkt Perikard 8 «Palast der Mühen» – oder wie im Shiatsu gerne gesagt wird: ein Glückspunkt! Bei zu viel Mühe, Trauer oder Überarbeitung, bringt dieser Punkt wieder Freude, Lebendigkeit und Spontaneität zurück in unser Leben.
Die Handbehandlung ist für all jene Menschen geeignet, die ab und an im Leben einen «Push» im Herz-Kreislaufsystem brauchen oder etwas psychische Entspannung bei innerer Unruhe suchen – und vielem mehr. Versuch es mal im Austausch mit einem liebevollen Menschen.
Ablauf:
Starte mit dem Daumen: Mit der einen Hand hältst du jeweils das Grundgelenk, die andere Hand arbeitet jeweils drei mal mit «Druck und Zug» zu den Fingerspitzen. Ebenso wichtig ist der Zwischenraum der Finger – das Schwimmhäutchen. Einmal fest drücken. So arbeitest du bis zum kleinen Finger. Anschliessend drehst du die Hand um und dehnst – wie im Video gezeigt – die Handfläche auf. Dabei fährst du mit beiden Daumen drei Mal von der Mitte nach aussen. Zum Abschluss der Behandlung drückst du den Punkt Perikard 8.
Für Kinder kann ein Vers hilfreich sein:
«De reist nach Afrika,
de luegt em trurig naa,
de winkt: Ade, ade,
de seit: Uf Wiederseh,
und de Chlinscht seit:
Pass uf, am Nil heds grossi Krokodil.»
Bücher Quellen: «Punktlokalisationsbuch» Heilpraktikerschule Luzern / «Shiatsu Grundlagen und Praxis» Beresford-Cooke / «Den Geist verwurzeln» Josef Viktor Müller und Baby-Shiatsu Kurs bei Karin Kalbantner-Wernicke
