Zitronenmelisse – Melissa officinalis
Die Zitronenmelisse ist in ihrem Wesen zwar warm, aber dennoch ein guter Partner für die Milz. Gerade im Sommer kühlen wir unser Milz‑Qi oft übermässig durch kalte Getränke oder Glace/Eis. Zitronenmelisse wirkt beruhigend bei innerer Unruhe, Schlafstörungen und weiteren Hitzesymptomen. Auch Frauen in der Peri‑ und Menopause profitieren von ihrer hitzeregulierenden Wirkung.
Holunder schwarzer – Sambucus nigra
Der Holunder wirkt kühlend und gleichzeitig schweisstreibend. Warum also eine Heilpflanze des Sommers? Er unterstützt die Haut dabei, die Poren zu öffnen, sodass Schweiss den Körper auf natürliche Weise kühlen kann. Bei Hitzestau im Kopf oder Körper kann Hitze so entweichen – das beugt Kopfschmerzen, Migräne oder sogar einem Sonnenstich vor. Innerlich angewendet eignet sich Holunder zudem bei Blut‑Hitze‑Symptomen wie Sonnenbrand, Juckreiz, Insektenstichen oder Heuschnupfen.
Sanddorn – Hippophae rhamnoides
Sanddorn wirkt im Temperaturverhalten kalt und reduziert Hitze und Feuer zuverlässig. Bei Migräne, Sommergrippe oder trockenen Schleimhäuten wirkt er beruhigend und unterstützt mit seinen zahlreichen Vitaminen, Fruchtsäuren und Fruchtölen sowohl die Haut als auch das Immunsystem.
Gurke – Cucumis sativue
Die Gurke wirkt adstringierend, zusammenziehend, kühlend und befeuchtend. Sie ist ein natürlicher Wasserspeicher und gibt dem Körper viel Flüssigkeit zurück. Als Tee zubereitete Gurkenschale unterstützt die Ausscheidung von Wasseransammlungen und wirkt zusätzlich entgiftend.
Rezept bei Sommergrippe mit Durchfall: 120 g Gurke in Honig eintauchen und 2–3× täglich essen.

Quellen: Praxisbuch «Westliche Heilkräuter und Chinesische Medizin» von Ulrike von Blarer Zalokar und Peter von Blarer / Internet
